August 26
Am 29. August 2026 ist SAILR mit dem Projekt „Manege der Vielfalt“ in Bautzen dabei – in Zusammenarbeit mit Neue Nachbarn e. V.
Im Mittelpunkt steht ein offener Mitmachzirkus für Erwachsene und Menschen jeden Alters. Ohne Vorkenntnisse können verschiedene Zirkuselemente ausprobiert werden. Dabei geht es nicht darum, etwas perfekt zu beherrschen, sondern gemeinsam aktiv zu werden, Neues auszuprobieren und miteinander in Kontakt zu kommen.
Sozialer Zirkus schafft auf spielerische Weise Begegnung: über Bewegung, gemeinsames Lernen, Vertrauen und die Freude daran, etwas miteinander zu gestalten. Herkunft, Alter oder bisherige Erfahrungen spielen dabei keine Rolle.
Das Projekt steht beispielhaft für die Arbeit von SAILR – Soziale Arbeit im ländlichen Raum. SAILR verbindet Bildung, soziale Arbeit, Kunst und Begegnung und entwickelt daraus niedrigschwellige Formate für unterschiedliche Zielgruppen.
Am 29.08. heißt es deshalb in Bautzen: vorbeikommen, ausprobieren und mitmachen!
Juli 26
Der Juli war für mich gleich in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Monat: Ich bin 40 Jahre alt geworden – und auch SAILR hatte Geburtstag. Seit inzwischen einem Jahr gibt es SAILR nun. Ein guter Moment, um kurz innezuhalten, dankbar zurückzublicken und gleichzeitig nach vorn zu schauen.
„Den Weg zu studieren heißt, sich selbst zu studieren. Sich selbst zu studieren heißt, sich selbst zu vergessen.“
Dōgen
Dieser Gedanke begleitet auch die Entwicklung von SAILR: stehen zu bleiben, aufmerksam zu lernen und immer wieder zu fragen, wie aus innerer Haltung konkretes gesellschaftliches Handeln entstehen kann.
In diesem Monat ist erneut viel in Bewegung gekommen. Für das durch die SAB geförderte Projekt „Manege der Vielfalt – Begegnung und demokratische Teilhabe durch Zirkus“ wurden die nächsten Umsetzungsschritte vorbereitet. Das Projekt verbindet Zirkuspädagogik mit Selbstwirksamkeit, Begegnung und demokratischer Teilhabe – besonders im ländlichen Raum.
Sehr gefreut habe ich mich außerdem über ein vielversprechendes Gespräch mit der Caritas Oberlausitz. Im Mittelpunkt standen niedrigschwellige Zirkusangebote, die Menschen unabhängig von Alter, Sprache oder bisherigen Erfahrungen zusammenbringen können. Zirkus kann Selbstvertrauen, Kooperation und Ausdrucksfähigkeit stärken und zugleich einen traumasensiblen Zugang zu Begegnung und sozialer Teilhabe ermöglichen. Ich hoffe sehr, dass daraus künftig gemeinsame Angebote entstehen.
Auch international wurden neue Verbindungen geknüpft und bestehende Kontakte vertieft. Dabei ging es unter anderem um engagierten Buddhismus, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Frage, wie Achtsamkeit zu demokratischer Resilienz beitragen kann. Besonders wichtig sind für mich die Kontakte nach Thailand sowie zum International Network of Engaged Buddhists (INEB).
Parallel liefen die Vorbereitungen weiterer deutsch-tschechischer, deutsch-polnischer und europäischer Projektideen. Nach einem Jahr SAILR zeigt sich immer deutlicher, wohin der Weg führen soll: zu sozialer und kultureller Bildung, lebendigen Begegnungen und neuen Möglichkeiten, Demokratie auch von innen heraus zu stärken.
Juni 26
Bei SAILR ist gerade vieles in Bewegung. Manche Dinge sind schon sehr konkret, andere entstehen noch vorsichtig im Hintergrund. Vielleicht passt das ganz gut zu dem, worum es in unserer Arbeit immer wieder geht: Räume schaffen, in denen Begegnung wachsen kann – nicht mit Druck, sondern mit Aufmerksamkeit, Vertrauen und einem gewissen Maß an Mut.
Ein wichtiger Schritt ist die aktuelle Projektplanung mit Partnern in Tschechien und Amitayus aus Dippoldiswalde. Dabei geht es um grenzüberschreitende Begegnung, Dialog und die Frage, wie buddhistische und achtsamkeitsbasierte Perspektiven Menschen miteinander in Verbindung bringen können. Gerade in Zeiten, in denen vieles schnell, laut und trennend wirkt, erscheint es uns wertvoll, Räume der Stille, des Zuhörens und des gegenseitigen Verstehens zu öffnen.
Auch das Projekt „Hip Hop don’t stop“ ist in Vorbereitung. Hip-Hop ist für uns mehr als Musik oder Bewegung. Er ist Ausdruck, Haltung, Sprache, Kreativität und Beteiligung. Mit Rap, Breaking, Graffiti und urbaner Kultur können junge Menschen eigene Themen sichtbar machen, Selbstwirksamkeit erleben und Gemeinschaft erfahren. Genau deshalb passt Hip-Hop so gut zu sozialer Bildung im ländlichen Raum.
Eine besonders schöne Nachricht: SAILR ist mit dem Projekt „ZirkusTeilt“ in die engere Auswahl der Ferry Porsche Challenge gekommen. Das Projekt möchte ältere Menschen durch Zirkus, Kunst, Biografiearbeit und Begegnung sichtbar machen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie würdevolles Leben im Alter gestärkt werden kann – nicht nur durch Versorgung, sondern durch Teilhabe, Ausdruck, Humor, Mut und gemeinsames Erleben.
Außerdem werden zunehmend Seminare zur Gewaltfreien Kommunikation angefragt und gebucht. Diese Seminare sind für uns immer wieder besondere Räume. Dort geht es nicht nur um Gesprächstechniken, sondern um Vertrauen, Ehrlichkeit, Mitgefühl und die Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten miteinander in Kontakt zu bleiben. Oft entsteht dabei eine sehr offene und schöne Arbeitsatmosphäre.
Vielleicht ist das ein roter Faden in all diesen Entwicklungen: SAILR möchte Orte schaffen, an denen Menschen sich begegnen können – mit ihren Geschichten, Unterschieden, Unsicherheiten und Möglichkeiten. Ob im Zirkus, im Hip-Hop, in der Gewaltfreien Kommunikation oder in grenzüberschreitenden Projekten: Es geht immer auch darum, Mitgefühl als gesellschaftliche Ressource zu verstehen.
Nicht als weiches Extra, sondern als eine Kraft, die Beziehung, Demokratie und Zusammenleben tragen kann.
Wer Interesse an Kooperationen, Seminaren oder gemeinsamen Projekten hat, kann sich gern mit SAILR in Verbindung setzen.
Erstelle deine eigene Website mit Webador