Juni 26

Bei SAILR ist gerade vieles in Bewegung. Manche Dinge sind schon sehr konkret, andere entstehen noch vorsichtig im Hintergrund. Vielleicht passt das ganz gut zu dem, worum es in unserer Arbeit immer wieder geht: Räume schaffen, in denen Begegnung wachsen kann – nicht mit Druck, sondern mit Aufmerksamkeit, Vertrauen und einem gewissen Maß an Mut.

Ein wichtiger Schritt ist die aktuelle Projektplanung mit Partnern in Tschechien und Amitayus aus Dippoldiswalde. Dabei geht es um grenzüberschreitende Begegnung, Dialog und die Frage, wie buddhistische und achtsamkeitsbasierte Perspektiven Menschen miteinander in Verbindung bringen können. Gerade in Zeiten, in denen vieles schnell, laut und trennend wirkt, erscheint es uns wertvoll, Räume der Stille, des Zuhörens und des gegenseitigen Verstehens zu öffnen.

Auch das Projekt „Hip Hop don’t stop“ ist in Vorbereitung. Hip-Hop ist für uns mehr als Musik oder Bewegung. Er ist Ausdruck, Haltung, Sprache, Kreativität und Beteiligung. Mit Rap, Breaking, Graffiti und urbaner Kultur können junge Menschen eigene Themen sichtbar machen, Selbstwirksamkeit erleben und Gemeinschaft erfahren. Genau deshalb passt Hip-Hop so gut zu sozialer Bildung im ländlichen Raum.

Eine besonders schöne Nachricht: SAILR ist mit dem Projekt „ZirkusTeilt“ in die engere Auswahl der Ferry Porsche Challenge gekommen. Das Projekt möchte ältere Menschen durch Zirkus, Kunst, Biografiearbeit und Begegnung sichtbar machen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie würdevolles Leben im Alter gestärkt werden kann – nicht nur durch Versorgung, sondern durch Teilhabe, Ausdruck, Humor, Mut und gemeinsames Erleben.

Außerdem werden zunehmend Seminare zur Gewaltfreien Kommunikation angefragt und gebucht. Diese Seminare sind für uns immer wieder besondere Räume. Dort geht es nicht nur um Gesprächstechniken, sondern um Vertrauen, Ehrlichkeit, Mitgefühl und die Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten miteinander in Kontakt zu bleiben. Oft entsteht dabei eine sehr offene und schöne Arbeitsatmosphäre.

Vielleicht ist das ein roter Faden in all diesen Entwicklungen: SAILR möchte Orte schaffen, an denen Menschen sich begegnen können – mit ihren Geschichten, Unterschieden, Unsicherheiten und Möglichkeiten. Ob im Zirkus, im Hip-Hop, in der Gewaltfreien Kommunikation oder in grenzüberschreitenden Projekten: Es geht immer auch darum, Mitgefühl als gesellschaftliche Ressource zu verstehen.

Nicht als weiches Extra, sondern als eine Kraft, die Beziehung, Demokratie und Zusammenleben tragen kann.

Wer Interesse an Kooperationen, Seminaren oder gemeinsamen Projekten hat, kann sich gern mit SAILR in Verbindung setzen.

Erstelle deine eigene Website mit Webador